Großes Release 20171211 auf LEDE

Moin Moin Leute,

 

Es ist wieder soweit wir haben eine neue Firmware gebaut. Diesmal handelt es sich um ein großes Rundum-Update.
Für dieses Update gibt es allerdings ein paar Dinge zu beachten. Falls ihr zu irgendwelche Punkten fragen habt: Mail an die Info Adresse.

 

Erster wichtiger Hinweis

Ältere Firmware Versionen sollten vorher auf Version 20170822 [11]  upgraden, um möglichen Problemen vorzubeugen. Router, die den autoupdater an haben, sollten also bereits auf 20170822 sein und updaten somit auch automatisch auf die Version 20171211. Insbesondere gibt es ein Problem in allen Gluonversionen vor 2016.2.7, welches die x86 Systeme betrifft. Diese verlieren ihre Konfiguration, wenn sie auf Gluon 2017.1.x updaten. Ältere Firmwareversionen sollten vorher auf 20170822 [11] upgraden, bevor diese 20171211 installieren. Wer den autoupdater deaktiviert hat, kann mit folgendem Befehl automatich updaten.
autoupdater -f
Der autoupdater sorgt dafür, dass alle Router zunächst mal auf  Version 20170822 (Gluon 2016.2.7) und erst von dort dann weiter auf die 20171211 (Gluon 2017.1.4). Auch wenn später noch Router mit noch älteren Versionen aus dem Schrank geholt werden, updaten die zuerst einmal auf die 20170822.

 

Zweiter wichtiger Hinweis

Für alle, die Setups mit PoE-Passthrough betreiben. Wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt, dass alle eure PoE-Passthrough Geräte das Ausrollen der Firmware heile überstehen, solltet ihr dort, wo PoE-Passthrough aktiviert ist, sicherstellen, dass _nicht_ genau dann vorne in der PoE-Kaskade ein reboot stattfindet, wenn weiter hinten geflasht wird. Mit anderen Worten es sollte genug Zeit nach dem Update der hinteren Router vergangen sein, bevor die vorderen updaten. Die eleganteste Möglichkeit hierzu ist wohl, die Minuten der cronjobs auf den einzelnen Routern entsprechend anzupassen. Hierzu mit vi in der /usr/lib/micron.d/autoupdater die erste Spalte bearbeiten. Danach noch /etc/init.d/micrond reload ausführen. Diese variante ist allerdings nicht update fest und ist somit beim nächsten update nicht mehr exsistent!

 

Alternativ kann man den Autoupdater deaktivieren und das Update zu einem Zeitpunkt händisch ausführen, wenn sicher ist, dass die per PoE-Passthrough betriebenen Geräten das Update bereits installiert haben. Folgender Befehl tut das:

 

Um zu prüfen das PoE-Passthrough aktiv ist. Wenn der zurück gelieferte wert 1 ist, ist es aktiv.

uci get system.gpio_switch_poe_passthrough.value
Dann könnt ihr mit folgendem Befehl den autoupdater ausschalten.

uci set autoupdater.settings.enabled='0'
uci commit autoupdater
Ob und welcher Aufwand sich lohnt muss jede/r selbst entscheiden. Das bricken eines Routers kann mit einer gewissen Warscheinlichkeit passieren, muss aber nicht.

 

Dritter wichtiger Hinweis

Ein potentielles Problem betrifft die meisten Virtuellen Maschinen. Die Gluon 2017.1.x images sind größer als die 2016.2.x images. Dies betrifft die x86 Architektur. Wenn deine Festplatte auf 2016.2.x images basiert, muss diese auf 273MB order größer vergrößert werden. Dies solltest du vor den update auf 20171211 machen! Der Befehl für qemu wäre z.b. folgender:

qemu-img resize $IMAGE 273MB

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Freifunk Firmware Version 0.4 veröffentlicht

Endlich 0.4. Prost (Bild: CC-BY - e_calamar)
Endlich 0.4. Prost (Bild: CC-BY – e_calamar)

Nach eineinhalb Jahren Entwicklungszeit haben wir die Version 0.4.0 der Freifunk Firmware für die Freifunkcommunities Oldenburg und Franken veröffentlicht. Wichtigste Neuerung gegenüber der Version 0.3 ist die Unterstützung aktueller Hardware. Dazu gehören:

  • TP-Link TL-WR1043ND v1.x
  • TP-Link TL-WR741ND v2.x/v4.x
  • TP-Link TL-WR841ND v7.x/v8.x

Leider mussten wir aufgrund technischer Beschränkungen im gleichen Zug die Unterstützung für die folgende Hardware stark einschränken:

  • Fon Fonera 2100/2200
  • Dlink DIR-300A

Konkret wird diese Hardware zwar weiterhin unterstützt, jedoch mussten wir aufgrund technischer Beschränkungen die Unterstützung für das VPN entfernen. Da die Performance und die Stabilität dieser alten Hardware nicht die der aktuellen Geräte erreicht, empfehlen wir auch nicht mehr die Nutzung als reine Mesh-Knoten. Stattdessen sollte diese Hardware gegen neuere Modelle getauscht werden.

Update: wir mussten in den vergangenen Tagen leider schwere Probleme mit den Modellen Fonera und Dir-300A festellen und raten daher dringend von einem Einsatz dieser Geräte mit der 0.4 Firmware ab. Wie wir als Community mit vorhandenen Geräten umgehen wollen und welche Möglichkeiten wir mit Unterstützung unseres neuen Vereins zum Austausch der Geräte haben, wollen wir auf dem Freifunktreffen am 25.10.2013 besprechen. Zum Treffen sind alle Freifunker herzlich eingeladen.

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Netmon Version 0.3 veröffentlicht

Benutzerseite, Karte und Routerseite in Netmon 0.3
Benutzerseite, Karte und Routerseite in Netmon 0.3

Hiermit veröffentlichen wir Netmon, eine Web-Applikation zur Verwaltung und zum Monitoring von Freifunk Netzwerken, in der Version 0.3. Mehr als drei Jahre und knapp 700 Commits liegen zwischen dem letzten und dem heutigen Release. In dieser Zeit hat sich viel getan. Insbesondere die Technik der Firmware für die Netmon bisher hauptsächlich entwickelt wurde hat sich in der Zwischenzeit mehrfach geändert. Von OLSR als Mesh-Protokoll zu B.A.T.M.A.N advanced, von IPv4 only zu IPv4+IPv6, von OpenVPN zu Tinc und weiter zu Fastd und viele weitere kleinere Änderungen wie der Wechsel von SVN auf Git.

Netmon wurde in der Zwischenzeit stetig an diese Änderungen angepasst. Das heutige Release legt den Fokus von Netmon auf fünf Kernbereiche deren Verwaltung und Monitoring Netmon unterstützen soll: Benutzer, Router, IP-Adressen, DNS und im Netzwerk angebotene Dienste wie z.B. Webseiten. Diese Kernbereiche sollen auch in Zukunft die Entwicklung bestimmen und werden auf der überarbeiteten Wiki-Seite von Netmon näher erläutert.

Vollständig neu in Netmon ist eine Web-API die dem REST-Standarf folgen soll und die die in Netmon vorgehaltenen Daten im XML-Format zur Verfügung stellt. Die Web-API ist noch nicht vollständig implementiert, jedoch lässt sich bereits jetzt ein großer Teil der vorgehaltenen Daten abrufen (siehe Artikel dazu vorab). In weiteren Schritten soll die Web-API zudem um Schreibfunktionen erweitert werden. Sie soll in Zukunft insbesondere die Fokussierung auf die fünf oben genannten Kernbereiche ermöglichen. Funktionalitäten die nicht in diese Kernbereiche fallen, sollen in Zukunft mit Hilfe der Web-API über externe Programme umgesetzt werden. Zu Demonstrationszwecken liegen dem Release im Ordner scripts/ zwei kleine Scripte bei, die die Web-API abfragen und Daten von Netmon für die FF3D-Map sowie die neue Freifunk.net-API aufbereiten.

Mit der Überarbeitung des Codes möchte ich Netmon  außerdem für weitere interessierte Entwickler öffnen. Zu diesem Zweck habe ich ein Development-HowTo veröffentlicht, das einen kleinen Einstieg in die Struktur des Codes gibt. Außerdem habe ich unser Projektmanagementsystem aufgeräumt und stehe auf der Entwicklermailingliste der Freifunk Community Oldenburg gerne für Fragen zur Verfügung.

Das nächste Release wird die Version 0.3.1 sein und ist für Anfang Oktober geplant. Mit diesem Release sollen ausschließlich dringende Bugs gefixed werden.

Download, Installation und Livedemo

Netmon 0.3 ist Freie Software unter der GPL und kann von unserem Webserver heruntergeladen werden.

Zur einfachen Installation bringt Netmon einen Web-Installer mit. Ergänzend dazu findet sich im Netmon-Handbuch eine Installationsanleitung, die bei der Installation behilflich sein soll und auch auf die weitergehenden Bereiche Cronjobs und Firmware-Anpassungen eingeht.

Eingesetzt wird Netmon aktuell in den Freifunk Communities Oldenburg und Franken. Deren Netmoninstallationen können unter den folgenden URLs aufgerufen werden: