FAQ

Was gibt es für Dienste im Freifunknetz?

Bislang noch keine. Aber jeder kann Dienste hinzufügen. Falls du einen Dienst anbieten möchtest, oder einen vermisst, kannst du uns einfach ansprechen.

Wie schnell ist das alles?

Geschwindigkeiten hängen hauptsächlich von drei Faktoren ab.

1. Wieviel Bandbreite hat der Knotenbetreiber freigegeben?
2. Wieviele Nutzer teilen sich die Bandbreite an einem Knoten?
3. Wenn Geräte per Meshing verbunden sind, wie stark ist das Signal?

Dies sind alles sehr dynamische Faktoren. Wir setzen keine Mindestbandbreite fest. Jeder gibt soviel wie er kann. Aus diesen Gründen sind verlässliche Angaben zu garantierten Geschwindigkeiten schwierig.

Die vermutlich beste Aussage ist:

Für normales Surfen, Arbeiten, Youtube Streaming reicht es.

Was wir jedoch sagen können ist, dass unsere Infrastruktur im Backend noch Luft nach oben hat.

SSH Freifunk Knoten Daten bearbeiten

Per SSH auf den Router zugreifen

Linux

Linux bringt mit OpenSSH in der Regel standardmäßig einen SSH-Client mit. Der Zugriff erfolgt von der Kommandozeile aus folgendermaßen: 

Toggle line numbers

   1 ssh root@ipv6linklocaladresse%interface

Hinweis: Das hinter dem % anzugebende Interface ist der Name des Interface des Computers von dem aus die SSH-Verbindung gestartet wird. Wird die Verbindung bspw. von einem Laptop aus gestartet der per WLAN eine Verbindung zum Router hat und dessen WLAN-Interface wlan0 heiß, so ist als Interface wlan0 anzugeben. Keinesfalls wird hier ein Interface des Routers angegeben. 

Windows

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Unter Windows eignet sich das Programm Putty um eine SSH-Verbindung zum Router aufzubauen.

IPv6 Adresse des Routers herausfinden

Die Router haben eine feste IPv6 Link Local Adresse. Diese kann man sich aus der auf dem Router (meistens hinten) aufgedruckten Mac-Adresse generieren. Dazu kannst du das folgende Tool nutzen: Mac zu IPv6 Generator

IPv4 Adresse des Routers herausfinden

Um die IPv4 Adresse des Routers am WAN-Port im lokalen Heimnetzwerk herauszufinden, kann man sich unter Linux eines Netzwerkscanners wie Nmap bedienen: 

Toggle line numbers

   1 nmap -sP 192.168.1.0/24

Warum gibt es keine Freifunk-Firmware für meine FRITZ!Box?

Die Firmware des Herstellers AVM beinhaltet proprietäre Bestandteile (ISDN und anderer Kram). Wir würden das Urheberrecht verletzen, wenn wir eine modifizierte Version für diese Router anbieten würden obwohl der Rest der Firmware vorbildhaft unter GPL veröffentlicht wird. Mit dem Freetz-Projekt besteht die Möglichkeit die ohnehin von Haus aus mächtige AVM-Firmware mit weiteren Bestandteilen zu erweitern. Bitte schreibe die Menschen bei AVM direkt an, sie mögen bitte das Linux-Kernel-Modul B.A.T.M.A.N.-Advanced (Kompatibilitätsmodus 15) sowie die Tunneltechnologie fastd – beide mit dazugehörigen Einstellungsmöglichkeiten für die Weboberfläche – in ihre Firmware einarbeiten und pflegen (denn sie werden ständig weiter entwickelt). Damit wäre deine FRITZ!Box auf Anhieb in einen Freifunk-Knoten verwandelt. Du müsstest dann nur noch die Wuppertaler Einstellungen eintragen. Kann sein, dass AVM etwas auf diesem Gebiet unternehmen wird, denn sie haben ihre Kunden wirklich lieb und pflegen lange ihre Produkte. Ansonsten bleibt Dir selbst noch die Möglichkeit mit Freetz eine eigene Firmware zu zaubern. Wir haben uns noch nicht erkundigt, ob das geht, und es noch nicht selbst versucht.

Ist Freifunk wirklich kostenlos?

Ja!
Der Gedanke von Freifunk ist u.a., dass Netze frei sein sollten.
Frei von Zensur. Aber auch frei von Zugangsbeschränkungen.
Für die Nutzung von Freifunk fallen keine Gebühren an.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass das Bereitstellen keine Kosten verursacht. Der Freifunk Nordwest e.V. betreibt die Website, verschiedene Server für die Infrastruktur, wir veranstalten Events. Das alles kostet Geld.
Wir sind deshalb auf Spenden angewiesen und freuen uns über alles was hilft. Mehr Information wie und warum du uns unterstützen solltest, findest du hier!

Ist die Aufstellung eines Freifunkknotens sicher?

Ja!
Das offene WLAN ist so konfiguriert, dass ausschließlich Zugriff auf das Internet möglich ist. Ein Zugriff auf Dienste im heimischen Netzwerk (Drucker, Netzwerkfestplatten o.ä.) ist nicht möglich.

Der gesamte Traffic wird außerdem durch einen sogenannten VPN Tunnel geroutet. Mit Briefen von Anwälten ist also nicht zu rechnen.

Ist die Nutzung von Freifunk sicher?

Freifunk ist ein öffentliches Netzwerk ohne Zugangsbeschränkung. Jeder darf und soll es nutzen. Leider können wir nicht ausschließen, dass auch Menschen mit schlechten Absichten das Freifunknetz missbrauchen.
Im Freifunknetz herrschen die selben Gefahren wie im Internet. Du solltest dich entsprechend Verhalten und für eine hohe Sicherheit auf deinem Endgerät (Smartphone, Tablet, Computer o.ä.) sorgen.
Dies schaffst du u.a. indem du:

– Software und Sicherheitspatches auf dem aktuellsten Stand hältst
– die Firewall entsprechend einrichtest
– dich generell über weitere Vorgehensweisen zum eigenen Schutz informierst.

Warum gelange ich an bestimmten Freifunkknoten nicht ins Internet?

Der Knoten mit dem du gerade verbunden bist, hat keinen Zugriff auf das Internet.
Die Gründe dafür können vielfältig sein.
– Die Internetleitung ist defekt.
– Der Router war per Meshing verbunden. Und der Meshingpartner der das Internet bereit gestellt hat, ist nun nicht mehr verfügbar.
– vielleicht passieren aber gerade auch nur Arbeiten am Freifunknetz. Dann ist der Fehler temporär und bald behoben.

Am besten du versuchst mit dem Knotenbetreiber in Kontakt zu treten und ihn über den Umstand zu informieren.
Dazu kannst du am besten auf der Karte „map.ffnw.de“ nachschauen, ob der Knotenbetreiber eine Mailadresse zur Kontaktaufnahme hinterlegt hat.

Warum gibt es so wenige Freifunkknoten?

Zurzeit (Febr. 2017) gibt es ca. 2000 Freifunkknoten.

Das reicht dir nicht? Super, uns auch nicht!

Freifunkknoten werden von Freiwilligen aufgestellt. Wenn es an deinem Wunschort noch keinen Knoten gibt, dann stelle doch einfach selber einen auf.

Eine aktuelle Übersicht über das Netzwerk ist zu finden unter:
map.ffnw.de

Die häufigsten Gründe warum noch kein Knotenpunkt existiert sind:

– die Menschen wissen gar nicht, dass es Freifunk gibt
– die Menschen haben Angst vor Freifunk
– die Menschen sehen keinen Sinn darin einen Knoten aufzustellen

Es liegt also an Dir die Menschen von den Vorzügen zu überzeugen. Sie auf die Gefahren hinzuweisen. Und zu erklären, warum es für sie und alle um sie herum so toll ist, einen Freifunkknoten aufzustellen.
Und uns sei noch eine rhetorische Gegenfrage erlaubt:
Hast Du eigentlich bei Dir einen Freifunkknoten stehen?

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