Landesförderung 2020 – Antragstellung bis 17.09.2020

Hallo zusammen,

die Landesförderung für Freifunk 2020 geht in die heiße Phase!

Antragsverfahren

Hier findest du eine PDF-Datei mit integriertem Formular. Bitte fülle das PDF digital aus und ersetze dabei die Standardtexte in den Formularfeldern mit deinen Angaben.

Außerdem findest du unter folgendem Link eine Tabelle, die du dir als .ods oder .xlsx herunterlädst (Datei -> Herunterladen).
https://docs.google.com/spreadsheets/d/1Yf38C0BytcK8ua4veONd1qLn7aICzu7mIfp5zL21x_U/

Die Tabelle füllst du so weit wie möglich mit deinen anvisierten Installationsstandorten aus. Die Anzahlen der Gerätetypen müssen mit denen im PDF übereinstimmen. Die Typenbezeichnungen sind als Auswahlfeld in der Tabellenvorlage enthalten.

Das vollständig digital ausgefüllte PDF unterschreibst du und sendest es zusammen mit deiner ausgefüllten Tabelle (.ods oder .xlsx !!!) bis spätestens 17.09.2020 – 23:59 Uhr an foerderung@ffnw.de.

Folgende Schritte

Nach einer kurzen Prüfung auf Sinnhaftigkeit, leiten wir deinen Antrag an das NETZ-Zentrum weiter.

Nach Auswertung erstellt das NETZ-Zentrum Überlassungsverträge.

Wünschenswert ist, wenn sich alle Antragsteller an einer Sammelabholung beteiligen und diese bereitwillig unterstützen. Das hat bei der letzten Förderung wunderbar funktioniert 🙂

Jeder Antragsteller wird einen Verwendungsnachweis führen müssen, den wir wieder soweit wie möglich zentral im Verein abwickeln werden. Grundsätzlich gilt: Bevor nicht alle Verwendungsnachweise eingegangen sind, startet keine neue Förderrunde. Daher achte bitte darauf, alle beantragten Geräte zeitnah installieren zu können. Sollte es zu unerwarteten Problemen kommen, wende dich bitte zeitnah an die allgemeine Mailingliste des Freifunk Nordwest (nordwest@lists.ffnw.de), um Router ggf. durch andere Freifunker unterbringen zu lassen.

Geplant sind zwei weitere Förderrunden. Gerätetypen und Mengen werden ggf. bedarfsgerecht angepasst.

Mail des NETZ-Zentrums

Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass die erste Ausschreibung für 1020 WLan-Router bezuschlagt wurde (wie in der Email vom 14.05.2020 angekündigt). Die Gesamtzahl der unterschiedlichen Gerätetypen finden Sie unten. Wir erwarten die Lieferung der WLan-Router in KW 39 und möchten hiermit die Verteilung an die niedersächsischen Freifunkinitiativen starten. Antragsberechtigt sind nur niedersächsische Freifunkinitiativen. Falls Sie keiner Initiative angehören und dennoch Freifunk in Ihre Gemeinde bringen möchten, empfehlen wir, den Kontakt zu einer regional tätigen Freifunkinitiative zu suchen, um eine Initiative zu gründen oder zu erweitern.

In dieser ersten Phase der Förderperiode können Sie folgende Gerätetypen beantragen, die den Freifunkinitiativen kostenlos überlassen werden:

 

  • 400 Stück AVM FRITZ!Box 4040
  • 200 Stück Ubiquiti UniFi AP AC Pro
  • 100 Stück Ubiquiti EdgeRouter X SFP
  • 100 Stück Ubiquiti UniFi AC Mesh
  • 150 Stück Ubiquiti UniFi AC Mesh + UMA-D
  • 70 Stück Ubiquiti AirFiber AF-5XHDAF-5XHD + airFiber X Antenne AF-5G30-S45 + ISO-BEAM-620

 

Bitte beachten Sie bei Ihrer Beantragung, dass die o.g. Stückzahlen für alle Freifunkinitiativen zur Verfügung stehen und dass Sie nur die Mengen beantragen, die Sie tatsächlich schnell verbauen können. Die 2. Phase (2. Ausschreibung für die nächsten ca. 1.000 WLan-Router) darf erst gestartet werden, wenn uns der Nachweis vorliegt, dass alle jetzt beantragten WLan-Router tatsächlich verbaut worden sind. Deshalb unsere Bitte: Bitte beschränken Sie sich bei den beantragten Mengen, so dass wir so schnell wie möglich mit der 2. Ausschreibung für die nächsten ca. 1.000 Router in diesem Jahr noch beginnen können.

 

Zur Beantragung bitten wir um einen Scan des ausgefüllten, angehängten Formulars unterschrieben und inklusive der beizufügenden Karte bis zum 18.09.2020 an das NETZ-Zentrum, unter folgender Email Adresse, zu schicken:

 

freifunk@netz-ohz.de

 

Anträge, die nach dem 18.09.2020 eingehen, können nicht berücksichtigt werden.

Nach Auswertung der Anträge erhalten Sie einen Überlassungsvertrag mit dem die Geräte an die an Sie ausgegeben werden. Für die zentrale Ausgabe der Geräte im NETZ-Zentrum wird ein Termin bekannt gegeben. Bitte holen Sie die Geräte möglichst an diesem Datum im NETZ-Zentrum ab.  

 

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an die o.a. E-Mail-Adresse.

reboot tut gut

tl;dr Die Router im Archiv freuen sich über einen Neustart.

Eigentlich sagt man ja don’t reboot. be root. Aber manchmal kann so ein kleiner Neustart eben auch wahre Wunder wirken. So hoffentlich auch bei den vielen Freifunkroutern, die sich mittlerweile nur noch im Archiv (früher auch als Friedhof bekannt, aber der Name hatte so etwas endgültiges) befinden und ansonsten leider nicht mehr Teil des Meshnetzwerkes sind. In den meisten Fällen dürfte dies  daran liegen, dass die Router aufgrund eines mittlerweile gefixten firmware-bugs irgendwann ihre IP-Adresse und dadurch auch den Kontakt zum autoupdate-server verloren haben. Von dort hätten sie ein neues Image laden können, das zumindest diesen Fehler nicht mehr enthält. Viele andere Router haben vermutlich bei einem der letzten autoupdates nicht erfolgreich von selbst neugestartet und brauchen einmal einen kleinen Schubser.

Lange Rede kurzer Sinn: falls der eigene Router im Archiv aufgeführt ist, bitte einmal stromlos machen und wieder anschalten. Normalerweise sind logs von gefailten Routern ja immer interessant, aber im Falle der Archivrouter dürften da nur bereits gelöste firmwareseitige Probleme auftauchen. Es ist also nicht schlimm, wenn man kein logread mehr herauskratzen kann. Falls der neugestartete Router nicht innerhalb von 10 Minuten wieder auf der Karte auftaucht, am besten einmal auf der Mailingliste oder bei archiv@ffnw.de melden. Falls der Router in Wirklichkeit längst nicht mehr als Freifunkrouter genutzt wird und somit auch aus dem Archiv verschwinden kann, bitte eine kurze entsprechende Mail an archiv@ffnw.de

Neue Firmware 20180709

„Besser spät als nie.“ dachten wir uns und haben seit kurzem unsere neue Firmware für l2tp bzw. fastd online. Falls ihr den autoupdater aktiviert habt, wird euer Router sich die Firmware automatisch herunterladen und installieren. Anderenfalls müsstet ihr euch im Menu das passende Image heraussuchen und von Hand installieren. Wenn ihr dabei Hilfe braucht, einfach kurz melden. Auch wenn ihr euch nicht sicher seid, ob das Update kompatibel zu eurer aktuell installierten Version ist: Kontakt aufnehmen.

Die Gluon spezifischen Änderungen findet ihr hier. Die entsprechenden Releasenotes liegen hier, hier und hier. Die Änderungen an unseren eigenen Paketen können im packages-repositoy eingesehen werden, Änderungen an der Siteconf im siteconf-repository.

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Firmware 20171220 Weihnachts Release

How How How, 

dieses Release ist ein besonderes Firmware-Release und ein Geschenk an unsere tolle Community. Es bringt die finale Version des hoodselectors, welcher nun seinen letzten Zustand lernt. Desweiteren werden einige Bugfixes und Optimierungen im hoodselector enthalten sein. Somit ist ein großer Milestone in unserer Entwicklung zum dezentralen Netz abgeschlossen.

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Bericht aus dem Maschinenraum – Projekt AS206313

Moin Moin,
das Jahr neigt sich dem Ende. Wir möchten die besinnliche Zeit nutzen euch erneut einen Bericht aus dem Maschinenraum zu präsentieren. Mit dieser Artikelserie versuchen wir in unregelmäßigen Abständen über die Fortschritte unserer Arbeit zu informieren. Insbesonders über die Projekte welche naturgemäß langatmiger sind und eine gewisse Zeit benötigen um vernünftig zu reifen.
In dieser Ausgabe präsentieren wir euch den aktuellen Stand unseres Projektes AS206313. (mehr …)

Großes Release 20171211 auf LEDE

Moin Moin Leute,

 

Es ist wieder soweit wir haben eine neue Firmware gebaut. Diesmal handelt es sich um ein großes Rundum-Update.
Für dieses Update gibt es allerdings ein paar Dinge zu beachten. Falls ihr zu irgendwelche Punkten fragen habt: Mail an die Info Adresse.

 

Erster wichtiger Hinweis

Ältere Firmware Versionen sollten vorher auf Version 20170822 [11]  upgraden, um möglichen Problemen vorzubeugen. Router, die den autoupdater an haben, sollten also bereits auf 20170822 sein und updaten somit auch automatisch auf die Version 20171211. Insbesondere gibt es ein Problem in allen Gluonversionen vor 2016.2.7, welches die x86 Systeme betrifft. Diese verlieren ihre Konfiguration, wenn sie auf Gluon 2017.1.x updaten. Ältere Firmwareversionen sollten vorher auf 20170822 [11] upgraden, bevor diese 20171211 installieren. Wer den autoupdater deaktiviert hat, kann mit folgendem Befehl automatich updaten.
autoupdater -f
Der autoupdater sorgt dafür, dass alle Router zunächst mal auf  Version 20170822 (Gluon 2016.2.7) und erst von dort dann weiter auf die 20171211 (Gluon 2017.1.4). Auch wenn später noch Router mit noch älteren Versionen aus dem Schrank geholt werden, updaten die zuerst einmal auf die 20170822.

 

Zweiter wichtiger Hinweis

Für alle, die Setups mit PoE-Passthrough betreiben. Wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt, dass alle eure PoE-Passthrough Geräte das Ausrollen der Firmware heile überstehen, solltet ihr dort, wo PoE-Passthrough aktiviert ist, sicherstellen, dass _nicht_ genau dann vorne in der PoE-Kaskade ein reboot stattfindet, wenn weiter hinten geflasht wird. Mit anderen Worten es sollte genug Zeit nach dem Update der hinteren Router vergangen sein, bevor die vorderen updaten. Die eleganteste Möglichkeit hierzu ist wohl, die Minuten der cronjobs auf den einzelnen Routern entsprechend anzupassen. Hierzu mit vi in der /usr/lib/micron.d/autoupdater die erste Spalte bearbeiten. Danach noch /etc/init.d/micrond reload ausführen. Diese variante ist allerdings nicht update fest und ist somit beim nächsten update nicht mehr exsistent!

 

Alternativ kann man den Autoupdater deaktivieren und das Update zu einem Zeitpunkt händisch ausführen, wenn sicher ist, dass die per PoE-Passthrough betriebenen Geräten das Update bereits installiert haben. Folgender Befehl tut das:

 

Um zu prüfen das PoE-Passthrough aktiv ist. Wenn der zurück gelieferte wert 1 ist, ist es aktiv.

uci get system.gpio_switch_poe_passthrough.value
Dann könnt ihr mit folgendem Befehl den autoupdater ausschalten.

uci set autoupdater.settings.enabled='0'
uci commit autoupdater
Ob und welcher Aufwand sich lohnt muss jede/r selbst entscheiden. Das bricken eines Routers kann mit einer gewissen Warscheinlichkeit passieren, muss aber nicht.

 

Dritter wichtiger Hinweis

Ein potentielles Problem betrifft die meisten Virtuellen Maschinen. Die Gluon 2017.1.x images sind größer als die 2016.2.x images. Dies betrifft die x86 Architektur. Wenn deine Festplatte auf 2016.2.x images basiert, muss diese auf 273MB order größer vergrößert werden. Dies solltest du vor den update auf 20171211 machen! Der Befehl für qemu wäre z.b. folgender:

qemu-img resize $IMAGE 273MB

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geolocator (Software defined GPS)

Hallo zusammen,

Mein Name ist Jan-Tarek Butt. Ich studiere in meinem 4. Semester Informatik an der Hochschule Emden/Leer in Niedersachsen. Einige von euch kennen mich wahrscheinlich schon als langjähriges aktives Mitglied der Freifunk Community und vom letzten Google Summer of Code 2016. Dieses Jahr bin ich wieder einer der Studenten die für Freifunk am Google Summer of Code 2017 teilnehmen dürfen. Im folgenden Beitrag möchte ich eine kleine Einführung in mein diesjährigen Projekt beim Google Summer of Code geben. Wie letztes Jahr habe ich auch dieses Projekt in 3 Teilprojekte zerlegt: web backend, gps-share und LEDE Package (mehr …)

Bericht aus dem Maschinenraum (Teil 2): Umzug von Hoods

Bereits seit mehreren Wochen planen wir den Umzug von 2 Hoods: Die Friesland / Wilhelmshaven Hood soll auf einen leistungsstärkeren Server umgezogen werden. Zusätzlich soll unser altes Defaultnetz auch auf unsere neue Infrastruktur eingerichtet werden. Diese beiden Milestones haben uns in den letzten Wochen einiges an Arbeit bereitet:

Wie plant man so einen Umzug sinnvoll und auf welche Punkte im Hintergrund muss dabei geachtet werden? Fangen wir mal ganz von vorne an.

Womit werden die Hoods eigentlich eingerichtet?

Unser aktuelles Hood-Setup läuft auf Basis von Puppet. Puppet ist ein Systemkonfigurationswerkzeug. Hauptanwendungsfall ist die automatisierte Konfiguration mehrerer Computer via Netzwerk. Konfigurationsparameter können etwa die Installation von Software, Datensynchronisation oder das Ausführen von Programmen sein.

Puppet ist Open Source und prinzipiell plattformübergreifend-unterstützt werden jedoch insbesondere unixoide Betriebssysteme wie Unix, Linux und FreeBSD. Jeder einzelner unserer Server ist über eine Konfigurationsdatei eingerichtet worden – in der alle Details für die automatische Installation eingetragen werden.

In der oben angegebenen Konfiguration werden mehrere Teile der Hood definiert. Wir unterscheiden bei unseren IPv6 Netzen zwischen 2 Typen:

  • 2a03:2260:1001:9000::/64 ist ein Netz, aus dem die Router und Clients Ihre IP Adressen beziehen
  • 2a03:2260:1001:0104::/64 ist ein internes Netz, das ausschließlich für unser dynamisches OSPF Routing (sprich das Routing zwischen unseren Hoods) genutzt wird.

Standardmäßig werden alle Konfigurationseinstellungen für den Server im Bereich network::inet gesetzt, damit der Server normal an das Internet angebunden ist.

Wie läuft so ein Umzug genau ab?

Für den Umzug unserer Hoods haben wir uns einen extra Milestone in unserem Gitlab erstellt, in dem entsprechende Issues nach deren Prioritäten abgearbeitet werden müssen. Dabei entsteht der große Vorteil, dass keine wichtigen Arbeiten (die in Vergessenheit geraten könnten) übersehen werden. Die einzelnen Issues können einem Administrator oder Entwickler hier direkt zugeordnet werden. Wenn hier alle Issues geschlossen und umgesetzt wurden, können die entsprechenden Hoods umgezogen werden. Zum Teil ist hier die Mitarbeit aus unterschiedlichen Teams notwendig.

Bereits vor einigen Monaten haben wir eine Hood (Kreis Steinfurt, wir haben hier bereits drüber berichtet) umgezogen. Aus den hier gemachten Fehlern haben wir gelernt und auch vernünftige Workflows für solche Umzüge gestrickt.

Der eigentliche Umzug der Hoods besteht darin, dass die Router (die immer noch mit dem alten System ihren VPN Tunnel aufrecht erhalten) zu dem neuen Server wechseln. Hierbei wird im ersten Schritt die TTL der DNS Einträge auf einen kleinen Wert gesetzt. Die TTL ist dafür zuständig, dass der Client sich den DNS Eintrag für eine bestimmte Zeit merkt. Wir benötigen hier eine relativ kleine Zeit, damit die Router nach Abschalten der alten Einträge eine neue Anfrage starten. Wir können hier unter anderem genau beobachten, wieviele Router sich schon auf den neuen Server verbunden haben.

Nachdem die DNS Einträge geändert wurden, müssen wir die VPN Verbindung bewusst von unserer Seite trennen, sodass der alte Server keine Tunnel mehr annimmt und alle Router eine neue Verbindung zu der neuen Hood aufbauen. Hierfür stoppen wir den kompletten fastD Dienst auf den alten Servern und warten gespannt einige Minuten.
Wenn alle Router den neuen Server gefunden haben, kann das alte System komplett abgeschaltet werden: Wir machen es uns hier aber auch nicht so einfach, denn den alten Server nutzen wir weiterhin als Exit – der Exit leitet den Traffic, der im Freifunk Nordwest Netz entsteht weiterhin zum Freifunk Rheinland.

Eins ist klar: Routine wird bei unserem Netz nie eintreten, es warten immer spannende und neue Baustellen…

Bevor wir es noch vergessen: Die Umzüge haben reibungslos geklappt und sollen ein kleines Weihnachtsgeschenk für alle Nutzer sein 🙂