Freifunk Nordwest

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21. März 2026 18:00 Uhr
Abkündigung alter Freifunk-Router bei Freifunk Nordwest

Viele Jahre lang waren günstige WLAN-Router wie der TP-Link TL-WR841 eine einfache Möglichkeit, einen eigenen Knoten im Freifunk-Netz zu betreiben. Doch die Zeit bleibt auch bei Hardware nicht stehen. Deshalb müssen wir uns in der Community von einigen dieser Geräte verabschieden.

In diesem Beitrag erklären wir, warum bestimmte Altgeräte nicht mehr unterstützt werden und was das für Betreiber bedeutet.

Was sind sogenannte „4/32-Geräte“?

Als 4/32-Geräte bezeichnet man Router mit:

  • 4 MB Flash-Speicher
  • 32 MB RAM

Ein bekanntes Beispiel dafür sind verschiedene Versionen der TP-Link TL-WR841-Serie.

Diese Hardware war lange ein beliebter Einstieg in die Freifunk-Welt, da sie günstig zu bekommen und einfach einzurichten war. Viele dieser Geräte sind noch heute im Einsatz.

Doch inzwischen stoßen sie an technische Grenzen.

Warum werden diese Geräte ausgemustert?

Die Firmware von Freifunk Nordwest basiert auf Open-Source-Software wie OpenWrt und Gluon. Diese Software entwickelt sich kontinuierlich weiter und benötigt zunehmend mehr Speicherplatz.

Moderne Versionen von OpenWrt können auf Geräten mit so wenig Speicher nicht mehr betrieben werden. Bereits grundlegende Funktionen können dadurch instabil werden oder gar nicht mehr funktionieren.

Das OpenWrt-Projekt warnt daher ausdrücklich davor, Geräte mit nur 4 MB Flash und 32 MB RAM weiterhin zu betreiben. Siehe hier, Text auf Englisch

Weitere Gründe sind:

  • steigende Anforderungen durch neue Linux-Kernel-Versionen
  • mehr Funktionen in der Firmware
  • größere Software-Pakete

Die Firmware passt daher oft nicht mehr zuverlässig in den vorhandenen Speicher.

Mögliche Folgen

  • fehlende oder ausbleibende Firmware-Updates
  • instabile Router oder spontane Neustarts
  • eingeschränkte Performance im Freifunk-Netz
  • mögliche Sicherheitsrisiken durch fehlende Updates

Was bedeutet das für bestehende Knoten?

Bestehende Geräte werden nicht sofort abgeschaltet und können zunächst weiterlaufen.

Allerdings erhalten sie keine Firmware-Updates mehr, die letzte Version ist bereits von 2022. Sollte es in Zukunft größere Änderungen an der Infrastruktur geben, kann es passieren, dass diese Router nicht mehr kompatibel zum Netz sind.

Deshalb empfehlen wir allen Betreibern solcher Geräte, ihre Hardware mittelfristig auszutauschen.

Welche Alternativen gibt es?

Die gute Nachricht: Auch heute gibt es noch preiswerte Router, die sich sehr gut für Freifunk eignen.

Wichtig ist vor allem, auf ausreichend Speicher zu achten. Eine sinnvolle Mindestgröße für aktuelle Firmware sind:

  • mindestens 16 MB Flash
  • mindestens 128 MB RAM

Mit dieser Ausstattung sind Router deutlich zukunftssicherer und können auch kommende Firmware-Versionen problemlos ausführen.

Auch gebrauchte Hardware kann eine gute Alternative sein – häufig findet man leistungsfähige Router günstig auf Gebrauchtplattformen.

Hier ist eine Liste mit möglichen Alternativen -> Freifunk-Router betreiben

Warum sich der Wechsel lohnt

Ein moderner Router bringt nicht nur langfristigen Firmware-Support, sondern auch:

  • bessere WLAN-Performance
  • stabilere Verbindungen
  • höhere Datenraten
  • Unterstützung neuer WLAN-Standards

Damit profitiert nicht nur der einzelne Standort, sondern das gesamte Freifunk-Netz.

Fazit

Die beliebten 4/32-Router haben dem Freifunk viele Jahre gute Dienste geleistet und vielen Menschen einen einfachen Einstieg ermöglicht. Aufgrund der technischen Entwicklung ist ihre Zeit jedoch langsam vorbei.

Wir bei Freifunk Nordwest empfehlen daher, bestehende Altgeräte in den kommenden Monaten durch modernere Hardware zu ersetzen. So bleibt das Netz stabil, sicher und leistungsfähig.

Wenn ihr Fragen zum Austausch oder zur Auswahl neuer Hardware habt, meldet euch gerne auf unserer Mailingliste – wir helfen euch weiter.